Tipps & Tricks

Im Prinzip wissen wir alle, wie gesunde Ernährung funktioniert... egal, ob man damit aufgewachsen ist oder nicht: Jeder weiß wohl, dass ein Apfel gesünder und wertvoller für die Gesundheit ist als ein Stück Sahnetorte! Trotzdem ist eine Ernährungsumstellung nie einfach und oft geht die Geduld flöten und man hat einfach keine Lust mehr und verfällt schnell wieder in alte Verhaltensmuster.

Ich möchte Euch allen, die sich hier verirrt haben, ein paar Tipps & Tricks mit auf den Weg geben. Ich gebe keine Garantie dafür, dass sie bei Euch helfen, da jeder anders gestrickt ist. Aber vllt. geben sie Euch ein paar Anregungen :) Über Feedback würde ich mich natürlich wie immer freuen, was Euch geholfen hat!

Thema: Ernährungsumstellung vs. Diät
  • wichtig: keine Diät machen, sondern eine Ernährungsumstellung! Von einer Diät lernt man rein gar nichts über sein eigenes Essverhalten, Auswirkungen von Lebensmitteln, den eigenen Stoffwechsel, was gesund für den Körper ist, usw.. Eine Diät ist so gut wie IMMER mit Verboten und strengen Regeln verbunden, die kein Mensch wirklich lange durchhält. Man hat vllt. einen schnellen Erfolg, aber langfristig die Kilos durch den Jojo-Effekt auch schnell wieder drauf!
  • daher: In der Ruhe liegt die Kraft. Lasst Euch Zeit und erwartet nicht zu viel auf einmal von Euch und Eurem Körper! Auch der muss sich nach oft jahrelanger falscher Ernährung erst einmal umgewöhnen und das geht nicht von heute auf morgen! Langfristig und nachhaltig ist das Ziel!! Glaubt mir, da habt ihr für die Zukunft mehr von als Euch ständig jedes Jahr mit neuen Diäten rumzuschlagen. Dann doch lieber ein Jahr mal die Backen zusammenkneifen und sich mit sich selbst auseinandersetzen und dann den richtigen Umgang mit Lebensmitteln lernen und Spaß an Bewegung finden, sodass es als Routine in den Alltag über geht. Dann können einem Diäten nämlich völlig egal sein. Ihr denkt sicher: "Na, das sind ja super Aussichten!". Aber ich bin lieber ehrlich mit Euch und sage Euch, dass eine Ernährungsumstellung viel Zeit, Geduld, Durchhaltevermögen, Schweiß und Motivation kostet und nunmal nicht von heute auf morgen funktioniert statt ein Versprechen zu geben, dass man nicht halten kann. Es handelt sich um einen Lernprozess und ich persönlich bin froh darüber, denn sonst hätte ich niemals so viel über mich, mein Essverhalten und Lebensmittel gelernt und mich weiterhin mit sinnlosen Diäten rumgeschlagen und wäre niemals glücklich geworden.


Thema: Ernährungsumstellung - aber wie?

Es gibt tausend Möglichkeiten: Vegetarisch, Vegan, LCHF, Kalorienzählen, abends keine Kohlenhydrate, nach 15 Uhr kein Obst mehr, usw. - aber welche ist die Richtige?
  • findet eine Ernährunsweise, die zu Euch und Eurem Alltag passt. Nur weil Vegan für jemanden funktioniert, heißt es nicht, dass es Euch ebenfalls liegt und es der einzige Weg ist, gesund zu leben und abzunehmen! Mir liegt vegan zB gar nicht, trotzdem verurteile ich deswegen niemanden, der so lebt. Hauptsache gesund!
  • Setzt Euch nicht unter Druck! Aller Anfang ist schwer. Erwartet nicht zu viel auf einmal. Je nach Typ kommt ihr mit einer radikalen Änderung oder einer Änderungen in Schritten besser zu recht. Wo jemand alles auf einmal ändern kann, kann es für jemand anderen besser sein, erstmal damit anzufangen zB auf Vollkornprodukte zu wechseln und sobald das gut klappt, mehr Gemüse und Obst in den Alltag einzubauen, usw.. Schaut selbst, wie viel ihr Euch auf einmal zumuten könnt und wollt! Niemand verlangt von Euch, alles sofort zu können. Ihr macht das für Euch selbst und es dauer solange, wie es nunmal dauert!
  • für den Anfang ist es praktisch, verschiedene Dinge einfach auszuprobieren und zu schauen, womit man gut leben kann und womit nicht. So habe ich in der Fastenzeit auf Fleisch und Süßigkeiten verzichtet und dafür mehr Fisch gegessen, habe angefangen Kalorien zu zählen, habe vegan ausprobiert oder am Abend keine Kohlenhydrate. Aus dieser ganzen Zeit habe ich gelernt, was zu mir passt. So esse ich jetzt wenn überhaupt nur 2-4 Mal im Monat Fleisch und dafür mehr Fisch, weil ich gemerkt habe, dass es mir ohne Fleisch so viel besser geht, aber ich auf ein Stück Pute oder Hackfleisch zwischendurch einfach nicht verzichten möchte. Auf Kohlenhydrate möchte ich ebenfalls nicht verzichten und erstrecht nicht am Abend, da ich da mit meinem Freund zusammen Abendesse. Kalorien kennen keine Uhrzeit in meinen Augen, es ist schiet egal, wann man sie isst. Wenn man einen empfindlichen Magen hat und durch den Verzehr am Abend dann nicht schlafen kann, sollte man sicherlich einen anderen Weg finden. Ansonsten sehe ich keinen Grund. Aber jeder ist wie gesagt anders :) Ich bin auch mit KH am Abend auf dem Weg zum Ziel und habe abgenommen.
  • Kalorienzählen: Ich kann Kalorienzählen jedem empfehlen. Euren Kalorienbedarf könnt ihr mit Hilfe dieser Seite berechnen und euch ggf. bei ShapeUp oder fddb anmelden, um ein Tagebuch online zu führen und so Zugriff auf eine riesen Lebensmitteldatenbank zu haben, statt die Kalorien selbst in einem kleinen Heftchen zu berechnen. Die beiden Seiten haben jeweils auch eine App für Smartphones, sodass man auch von unterwegs alles eintragen kann, wenn man möchte und kontinuierlich eine Übersicht hat, wie viel man schon gegessen hat und wie viel noch geht. Ich habe 3-4 Monate Kalorien gezählt und es hat mir geholfen, ein Gefühl für Portionsgrößen zu bekommen und mein Sättigungsgefühl wieder zu finden. Ich habe sehr viel über Lebensmittel und Inhaltsstoffe gelernt und zu welchen Lebensmitteln ich eher greifen sollte. Denn wundert Euch nicht: 1500kcal pro Tag sind mit den falschen Lebensmitteln schneller erreicht als man denkt. Nach 2 Wochen konnte ich bereits viel besser einschätzen, was und wie viel ich essen sollte und was nicht. Habe dann mit dem Kalorienzählen wieder aufgehört, weil es mir auf Dauer zu lästig ist und ich nun auch ohne Hilfe meine Portionen richtig einschätzen kann - was früher gar nicht ging :)
  • VIEL trinken: Trinken ist wichtig!! Früher habe ich an manchen Tagen nichtmal 0,5l geschafft und hatte ständig Kopfweh und war müde. Jetzt versuche ich 2,5-3l am Tag zu trinken und es geht mir viel viel besser und hilft beim Abnehmen :)
  • emotionales Essverhalten: setzt Euch mit Eurem Essverhalten auseinander: seid ihr Stress- oder Frustesser? Gibt es Momente, zu denen ihr besonders geneigt seid, zu viel oder das falsche zu essen? Woran könnte das liegen? Mir hat als Unterstützung zu meinem emotionalen Essverhalten der Ratgeber "Wenn Essen nicht satt macht - emotionales Essverhalten erkennen und überwinden" von Jennifer Taitz geholfen (mehr zum Ratgeber findet ihr hier). Es ist hart, sich einzugestehen, dass man ein Problem mit Essen hat. Und anfangs habe ich die Übungen aus dem Ratgeber auch nicht ganz ehrlich beantwortet. Aber erst wenn man sich seinen Dämonen stellt, kann sich etwas ändern und es hat mir wirklich weitergeholfen neben Sport und Ernährungsumstellung an sich auch den emotionalen Aspekt mit aufzunehmen. Ich fühle mich jetzt viel wohler.
  • Unterstützung suchen: weiht Euren Freund/Eure Freundin, Familie, beste Freundin oder auch Arbeitskollegin in Euer Vorhaben mit ein. Allein so eine Umstellung vorzunehmen ist viel schwieriger, als wenn man sich Unterstützung dazu holt. Und wenn ihr der Meinung seid, dass Euch Euer privates Umfeld nicht komplett hilft oder es euch anfangs unangenehm ist, darüber zu sprechen, könnt ihr auch einen Ernährungsberater, PersonalTrainer, Abnehmforum im Internet, Blogs usw. hinzuziehen, um Unterstützung und Motivation zu bekommen. Die Möglichkeiten sind groß und vielfältig, ihr seid keinesfalls allein! :)
  • sich etwas gönnen: Verbietet Euch nichts und gönnt Euch zwischendurch auch mal nen Döner, ne Pizza, Schokolade oder wonach Euch ist und genießt das dann in vollen Zügen. So wisst ihr das viel mehr zu schätzen und habt einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln, als wenn ihr euch ein Verbot aussprecht. Ihr wisst alle: Verbote sind verlockender als Dinge, die von vornherein erlaubt sind. Gelüste und Heißhunger kommen weniger auf, wenn ihr Euch nichts verbietet, sondern auch mal was gönnt - aber alles in Maßen.

Thema: Rückschläge

Es gibt immer Momente, in denen man aufgeben und alles hinschmeißen möchte und sich denkt "Wofür mache ich den Sch*** hier eigentlich? ". Einfache Antwort: für Euch selbst und für niemanden sonst. Niemand außer Euch hat es in der Hand. Es gibt immer Tage, an denen man sich nicht gut fühlt und andere Tage, an denen man Berge erklimmen könnte. Durchhalten ist in diesem Momenten sehr wichtig.
  • Ihr hattet einen Aussetzer und einen Tag oder eine Woche nur Ungesund gegessen? Schwamm drüber. Abhaken und weiter machen. Was zählt ist, was ihr auf lange sicht tut und nicht, was mal an ein paar Tagen passiert. Nur weil ihr mal einen Aussetzter hattet, ist nicht gleich alles verloren und es ist auch kein Weltuntergang! Wichtig ist, dass ihr Euch damit auseinandersetzt und Euch fragt, warum das passiert ist. Hattet ihr die Woche viel Stress oder Frust? Erwartet ihr zu viel von Euch und Eurem Körper? Fehlt irgendwas in Eurer Ernährung, was ihr umstellen solltet, um Heißhunger und Fressattacken in Zukunft besser vermeiden zu können? Es ist passiert, aber das Leben geht weiter.
Tipps, um Heißhunger und Fressattacken zu vermeiden oder zu kontrollieren:
  • überlegt euch: Habt ihr grad wirklich Hunger oder (aus emotionalen Gründen) Appetit? Ein schönes Beispiel habe ich von funeralformyfat: Wenn ihr bereit seid, einen Apfel zu essen und Euch den zu schälen, dann habt ihr wirklich Hunger und ihr solltet den Apfel essen oder Euch was kochen. Seid ihr nicht dazu bereit, könnt ihr ganz sicher sein, dass ihr grad aus anderen Gründen Essen wollt/sucht. So habe ich schon das ein oder andere Mal den Schokoriegel liegen lassen, weil mir bewusst wurde, dass ich ihn gar nicht brauche, sondern andere Gründe vorliegen und ich das aufkommende Gefühl (zB Stress, Langeweile) mit Essen nur mal wieder unterdrücken oder beseitigen wollte.
  • Trinkt ein Glas Wasser oder einen Tee. Oftmals haben wir Durst und denken nur, dass wir Hunger haben und essen dann was, obwohl ein Glas Wasser schon Abhilfe verschafft.
  • Wenn ich ganz dolle Lust auf was Süßes habe und eine ganze Schoki verdrücken könnte und auch ein Glas Wasser nicht hilft, dann mache ich mir eine heiße Milch mit Honig und habe danach wirklich gar keine Lust mehr auf Süßigkeiten
  • Kauft kleine Packungen statt große: Wenn ihr eine große Tüte Gummibären kauft, werdet ihr eher die ganze Tüte auf einmal essen, als wenn ihr die kleinen Mini-Packungen kauft.
  • Fragt euch, warum ihr jetzt gerade essen möchtet und versucht dem Appetit auf den Grund zu gehen. Manchmal ist man auch einfach nur getresst, da kann ein guter Film/gutes Buch, Sport oder ein Spaziergang schon wunder bewirken - und ihr fühlt euch besser danach als wenn ihr den halben Vorratsschrank plündert ;)
  • esst langsam - der Körper braucht ca. 20 Minuten bis er merkt, dass er satt ist und genug hatte. Wenn ihr Euer Essen in 10 Minuten hinunterschlingt, werdet ihr erst später merken, dass es eventuell zu viel war. Nehmt euch Zeit zum Essen und würdigt den Aufwand. Es ist doch schade, ein Gericht, für das man 1 Std. oder mehr in der Küche stand, in 10 Minuten runterzuschlingen. Genießt jeden Bissen :)


Thema: Sport

Bewegung ist so wichtig für den Körper und in meinen Augen für ein gesundes Leben und zum Abnehmen nicht wegzudenken. Es dient nicht nur dem Abnehmen, sondern auch um Stress abzubauen, den Kopf frei zu bekommen, die müden Gelenke und Knochen aufzuwecken und und und...
  • Findet einen Sport, der Euch Spaß macht. Es bringt überhaupt nichts, etwas zu machen, wo man nicht am Ball bleibt. Jeder ist anders und keine Sportart ist schlechter oder besser als eine andere - wichtig ist, dass man sich überhaupt bewegt und etwas tut.
  • Probiert verschiedene Sachen aus, dann werdet ihr merken, was Euch liegt und gefällt und was irgendwann nicht mehr aus Eurem Leben wegzudenken ist. Man kann fast überall heutzutage Probetrainings machen bevor man zB einen Vertrag abschließt und dann monatlich bezahlt. Wenn man nicht der Typ dafür ist, kann man sich auch In-Home DVDs kaufen und zu Hause Sport machen oder sich einfach Laufschuhe zulegen (ganz wichtig, sonst gibt es Gelenkschmerzen! Lasst euch bitte beraten! Design ist da wirklich zweitrangig!) und im Park laufen gehen. Ich persönlich bin kein Fitnessstudio-Typ (habe trotzdem mal umsonst dann bezahlt ;)) oder Lauf-Typ, sondern gehe lieber zu Kursen im Sportverein und mache zu Hause vorm TV Krafttraining mit DVDs. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ein paar Anregungen gebe ich Euch trotzdem gern, falls euch gar nichts einfällt: Fitnessstudio, Zumba, Tanzen, Fußball, Floorball, Tennis, Volleyball, Badminton, Squash, Fahrradfahren, Inlinern, Joggen, Schwimmen, AquaJogging, NordicWalking, Spazierengehen, Klettern, Reiten, Handball, Krafttraining, In-Home DVDs (ich persönlich kann Jillian Michaels empfehlen, zB 30 Day Shred oder No more trouble zones! - aber die Auswahl ist riesig, da gibt es viel) oder wenn ihr kein Geld für DVDs ausgeben wollt, gibt es auch genügend Videos im Internet, usw... ihr seht, die Auswahl ist riesig und es gibt noch so viel mehr! 
  • Plant Euren Sport in Euren Alltag mit ein. Nehmt die Sportsachen mit zur Arbeit/Schule/Uni, sodass ihr danach gar keine andere Wahl habt, als hinzugehen. So setzt ihr Euch nicht erst auf die Couch, sondern begebt euch direkt zum Sport. Ist man erstmal zu Hause, geht man meistens nämlich nicht mehr los.
  • Macht Ruhetage (RestDays), damit sich die Muskeln regenerieren und ihr Kraft tanken könnt. Das ist ganz wichtig, da man irgendwann ausgelaugt ist und keine Lust mehr auf Sport hat, weil der Körper müde ist. Ich habe einen festen Ruhetag am Sonntag und ggf. auch noch einen zusätzlich unter der Woche, je nachdem, wie ich mich fühle.
  • Achtet auf Eure Ernährung: All der Sport bringt nichts, wenn ihr euch ungesund ernährt. Dann werdet ihr kaum Veränderungen feststellen oder sie werden definitiv länger dauern. "You can't outrun a bad diet!". Schaut auch mal bei dem Reiter "Rund um Ernährung" rein, da findet ihr auch noch ein paar Tipps zum Essen vorm Sport.
  • Sucht nicht nach Ausreden, warum ihr keinen Sport machen könnt. Wenn ihr Zeit zum TV gucken, im Internet surfen, telefonieren, usw. habt, dann hättet ihr auch locker Zeit, um 30 Minuten Sport zu machen. Und in Relation zu 24 Stunden sind 30 Minuten Sport nicht zu viel verlangt. Ihr sollt gar nicht jeden Tag Sport machen, manchmal passt es auch einfach gar nicht. Aber 2-4 Mal die Woche Bewegung sollte drin sein. Es ist nicht nur gut zum Abnehmen, sondern allgemein, um den Stress abzubauen, die müden Knochen und Gelenke zu lockern, das Immunsystem zu stärken, usw.
  • Alternativen suchen: Selbst wenn man mal keine Zeit für Sport hat, kann man sich im Alltag Alternativen suchen, z.B. die Treppen nehmen statt den Fahrstuhl, das Fahrrad statt das Auto, das Auto etwas weiter weg parken, um ein wenig zu Fuß zu gehen,...

Thema: Motivation und Ziele

Eine ganze Menge zum Thema Motivation habe ich bereit HIER geschrieben, also gern dort nachlesen. :)
Aber ich weiß, wie schwer es ist, motiviert zu bleiben und ganz oft geht die Motivation einfach flöten... aber genau dann muss man dran bleiben, die Zähne zusammenbeißen und durchhalten! Jeder Mensch motiviert sich anders und hat andere Beweggründe, motiviert zu sein, aber ich habe trotzdem versucht, einige Tipps zusammenzustellen:
  • Spaßfaktor hoch halten - es gibt so viele Wege, um abzunehmen... da wird auch einer dabei sein, der Euch persönlich liegt! Findet etwas, dass Euch Spaß macht und wo ihr wisst, dass ihr es länger als 2 Wochen durchhalten werdet. Wenn ihr denkt, es macht Spaß und ihr seid dabei aktiv: TUT ES. Das gleiche gilt fürs Essen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich gesund zu ernähren und die Auswahl an gesunden Lebensmitteln ist vielfältig. Probiert Dinge aus und findet heraus, was Euch schmeckt. Dann werdet ihr eher dabei bleiben, als wenn ihr denkt: "Ich mag eigentlich gar keine Äpfel, aber sie sind ja gesund, also muss ich sie essen" - denn das ist Quatsch.
  • überlegt euch Gründe, wieso ihr abnehmen wollt - Wenn ihr mit dem Gedanken "Oh nein, ich muss abnehmen/eine Diät machen" daran geht, wird es nichts werden. Stattdessen solltet ihr positiv darüber denken, dass ihr versucht, nun das Beste aus euch rauszuholen und fit und gesund zu werden. Macht Euch bewusst, was ihr aus Eurer Ernährungsumstellung alles ziehen könnt außer dem Gewichtsverlust. Macht Euch immer wieder klar, wieso ihr das wollt.
  • keine Verbote oder strenge Regeln - ihr werdet es defintiv einfacher haben, wenn ihr Euch nichts verbietet. Verbote sind interessanter als das, was erlaubt ist und so kommt es dazu, dass ihr eher Heißhunger oder Verlangen nach zB Süßem habt, als wenn ihr Euch erlaubt, zwischendurch auch mal zu "sündigen". So bleibt es abwechslungsreich und das schlechte Gewissen bleibt auch aus.
  • Nehmt Veränderungen wahr - schnell merkt man Veränderungen in der Ausdauer oder in der Kraft beim Krafttraining. Macht Euch diese aber auch direkt bewusst. Schreibt Euch auf, wie viele Liegestütze ihr z.B. am Anfang machen konntet  und wie viele nach 2 Wochen, 4 Wochen, usw.. So könnt ihr viel besser nachvollziehen, dass sich wirklich etwas tut. Ebenfalls ist es wichtig, nicht nur auf die Waage zu schauen. Nehmt euch ein Maßband und vermesst Euch regelmäßig. So könnt ihr viel besser sehen, ob sich etwas tut :) Ein weiterer Tip: vorher-nachher Fotos. Manchmal denkt man, es hat sich überhaupt nichts verändert, da kann so ein Foto Wunder wirken. :)
  • Lasst die Umstellung zur Gewohnheit werden - Ich denke für den Anfang ist Motivation auf jeden Fall sehr wichtig, aber irgendwann gehen die Abläufe als Gewohnheit in den Alltag über und das ist noch viel wichtiger. Die Umstellung ist nicht zeitlich begrenzt wie eine Diät, sondern ihr wollt Euer Leben lang gesund leben und fit sein, also wird die Umstellung irgendwann in Fleisch und Blut übergehen - ihr müsst nur dran bleiben. Wenn ihr merkt, ihr müsst nicht mehr groß darüber nachdenken, zum Sport zu gehen oder gesund zu kochen statt ne Pizza in den Ofen zu schieben, seid ihr definitiv auf dem richtigen Weg und habt den Lernprozess grötenteils durchlaufen und verinnerlicht.
Ansonsten würde ich mir realisitsche Ziele setzen, um am Ball zu bleiben. Es kann einen erschlagen, wenn man sagt "Ich möchte 50kg abnehmen". Viel besser ist es, sich Etappenziele zu setzen, zB "Ich möchte bis ___ (Weihnachten, Datum, Anlass,...) 5kg abnehmen" oder "Ich möchte mind. 10 richtige Liegestütz schaffen", usw. und die Ziele dann immer wieder zu erneuern, wenn man das eine Ziel erreicht. Ebenfalls würde ich Belohnungen für das Erreichen von Zielen empfehlen. Es muss keine große Belohnung sein, aber zumindest sollte man sich etwas gönnen. Ein paar Anregungen:
  • neue Kleidung, z.B. Jeans, Sporthose, Schuhe, Oberteil, Kleid, Unterwäsche, ...
  • Schmuck, z.B. Ohrringe, Kette, Ring, ...
  • Drogerie, z.B. Nagellack, Parfum, ...
  • eine neue DVD/Blu-Ray oder ein Kino-Besuch
  • bei Erreichen von größeren Zielen( z.B. wenn man sein Wunschgewicht erreicht hat oder 10km am Stück laufen kann, usw.), kann man sich zB auch mit Fotoshooting, neuen Laufschuhen, einem schicken Abendessen beim Lieblingsrestaurant, Friseurbesuch, einem Shoppingtag, usw. belohnen...
Lasst Eurer Fantasie freien Lauf!! Es werden euch sicherlich ganz tolle Belohnungen einfallen :)

Kommentare

  1. Das ist eine tolle Aufstellung diverser Tipps.. danke vielmals.. bei mir geht es eigentlich nicht um Abnehmen, sondern darum, gesund zu essen und Sport zu machen.. beides habe ich ein wenig vernachlässigt und verdanke es nur meiner guten Verbrennung, dass ich nicht dick werde! Aber mit deinen Tipps sollte es doch klappen!

    Küsschen, Mila

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  2. Tolle Tipps, mein Partner und werden sie sicherlich gut Umsetzen und unsere Eigenen Tipps finden ;-)

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  3. Es stimmt tatsächlich, dass man ohne zu hungern und mit einfachen Motivationstricks abnehmen kann! Außerdem sind auch keine sportlichen Aktivitäten notwendig, da unsere Ernährung zu 82% für unsere Figur verantwortlich ist! :)

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  4. Ein wunderbarer Beitrag! Danke dir dafür!!!
    Gerade das Thema Ernährungsumstellung wird (finde ich) noch immer zu sehr unterschätzt... Überall findet man Blogs oder Personen die auf irgendwelche Crashdiäten schwören (und diese dann noch paar Wochen wieder wechseln weils doch nicht die richtige war...)
    Danke auch für die Anregungen bezüglich der materiellen Belohnungen :) Auf meinem Blog habe ich auch mal ähnliche Tipps zusammengefasst, aber damals ist mir vll maximal die Hälfte der Dinge eingefallen die du hier so aufgelistet hast.
    Nun fühle ich mich wieder supermotiviert, um nach der Bachelorthesis einen "Neuanfang" zu starten :) Wie geht es dir dabei?

    Viele liebe Grüße
    Rebecca

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  5. Ich finde deine Beiträge echt super.
    Vielen ist abnehmen ohne Sport unvorstellbar aber es ist die Tatsache,
    dass die Ernährung eine wichtige Rolle beim Abnehmen spielt.
    Wenn man sich richtig ernährt kann man in der Regel sehr gut abnehmen
    ohne ein übertriebenes Workout-Training zu machen.

    Gruß
    Alexander

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  6. Hallo,

    sehr schöner Artikel mit tollen Tipps zum Abnehmen! Ich habe ein paar sehr gute Anregungen mitgenommen. Vor allem zum Thema Ernährung.

    Liebe Grüße
    Sabine

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  7. Also ich habe vor mehr als 2 Jahren in genau 63 Tagen über 30 kg abgenommen und halte das Gewicht bis heute unverändert. Soviel zum Thema da Crash-Diäten nicht funktionieren aber natürlich habe ich in der Zeit auch angefangen meine Ernährung umzustellen das merke ich auch heute noch. Mein Problem war schon davor nicht die Menge die ich gegessen hatte sondern vor allem was und langjährige Medikamenteneinnahme waren für mein Übergewicht verantwortlich. Der schöne Nebeneffekt bei Abnehmen war danach die gewonnene Lebensenergie und vor allem die Lebensqualität

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  8. Wow. Deine Tipps sind der Hammer! Ich denke ich bin relativ fit und mache schon seit einigen Jahren regelmäßig Sport... Allerdings kann amn aus diesem Artikel noch eine Menge dazu lernen. Danke :)

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  9. Hallo,

    toller Artikel mit wirklich vielen hilfreichen Tipps!
    Vor allem das mit dem vielen Trinken unterschätzen die meisten. Ich habe früher auch nur ein paar Tassen Kaffee und höchstens 1-2 Gläser Wasser am Tag getrunken.
    Seit ich aber darauf achte, mindestens 2L am Tag zu trinken und das ganze auch mit einer App verfolge, nehme ich viel besser ab und fühle mich fitter :)

    Danke für den ausführlichen Bericht und die Tipps!
    Viele Grüße
    Tim

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  10. Super Artikel mit wirklich wertvollen Tipps, danke!
    Ich stimme dir größten Teils zu, nur finde ich, dass eine Intensiv-Diät durchaus sehr effektiv sein kann. Man muss nur wissen, wie man sich nach Ende der Diät verhalten muss, um nicht in den Jojo-Effekt hinein zugeraten. Vor allem kann es sehr motivierend sein, in kurzer Zeit viele Kilos zu verlieren..wenn man anschließend deine Tipps & Tricks zur Ernährung befolgt, kann man sein Gewicht sicherlich auch halten bzw. noch mehr abnehmen :)
    Sonst TOP!

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  11. Super Artikel mit hammer Tipps man sollte wirklich 80% auf seine Ernährung achten und 20% Sport es ist am anfang echt schwer auf viele dinge zu verzichten aber wer abnehmen
    will muss da durch nach einer Weile gewöhnt sich das Gehirn dran

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  12. Wirklich interessanter Artikel, ich muss auch mal auf meine ernährung achten und werden meine fortschritte auch dokumentieren, liebe grüße:)

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  13. Hey Jenny,
    großartiger Artikel, bei dem man sich immer wieder selbst erkennt. Ich finde man merkt dass du absolut für die Sache brennst.
    ich fand auch die Tipps mit dem Trinken sehr interessant, und neu für mich.
    Ich habe übrigends selber ein kostenloses E-Book erstellt, in dem du in 8 simplen Schritten lernst abzunehmen, ohne zu hungern! Auch ich vertrete die Meinung dass eine Ernährungsumstellung besser ist als eine kurzfristige Diät.
    Hier kannst du mein kostenloses E-Book "Das 8-Schritte System" herunterladen:

    auf-nichts-verzichten.com

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  15. Ich habe mit einer Umstellung meines Ess Verhaltens etwa 13 Kilo abgenommen, dies alles ohne Sport, allerdings bedeutet ohne Sport nicht gleich ohne Bewegung. Ich erledige viele Sachen einfach zu Fuß anstatt mit dem Auto. Meiner Ansicht nach ist es in den meisten Fällen eine Sache der falschen Ernährung. Mit einem guten Abnehmplan kann man in der Regel sehr gut ohne großen Aufwand abnehmen.

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  16. Was ist eigentlich richtig? 3 oder 5 Mahlzeiten am Tag ?

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  17. Ich finde dass bei diesem Artikel hier alles wunderbar auf den Punkt gebracht wurde, wirklich weiter zu empfehlen :)

    Die Anzahl der Mahlzeiten ist an sich nicht ausschlaggebend. Beim erfolgreichen und längerfristigen Abnehmen sollte einfach auf ein geringes Kaloriendefizit geachtet werden. Dies lässt sich ganz leicht ermitteln und es gibt diverse Rechner dafür im Internet. Ich habe die besten Ergebnisse mit einem Kaloriendefizit zwischen 300 aber max. 500 kcal/Tag gemacht. Alles darüber wird dann schnell zu einer Crash-Diät was meist einen erheblichen Jojo-Effekt hervorruft.

    Ob man dann am Tag 2 große oder 5 kleine Mahlzeiten zu sich nimmt ist dann eigentlich egal, solange man ein leichtes Kaloriendefizit einhält.

    Liebe Grüße
    Flo :)

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  18. Also das ist mal eine recht komplette Zusammenstellung guter Tipps ... sehr nützlich =). Besonders, dass man Fortschritte bzw. Veränderungen aktiv wahrnehmen und dokumentieren sollte, ist wirklich wichtig!!

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