Ratgeber - Rückschläge & Co.

Hallöchen,

vielen Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Post!! Da merke ich wieder, dass ich nicht allein bin mit meinen Problemen und ihr genau wisst, wie man sich in so einer Situation fühlt. Dann geht es einem gleich besser und man fühlt sich irgendwie verstanden und eben nicht so allein.

Heute soll es wieder einen Bericht zum Ratgeber von Jennifer Taitz geben. Dies wird der letzte sein und dann noch eine abschließende Rezension folgen. :)

S. 288/289: "In Gesprächen über Werte höre ich oft, dass die Menschen vor allem glücklich sein wollen, attraktiv, selbstsicher und entspannt. Wir leben in einer "Don't worry, be happy"-Kultur voller gelber Smileys, die uns dahin führt, was Russ Harris (2013) die "Glücksfalle" nennt - die Vorstellung, dass Glücklichsein der Normalfall ist und dadurch erreicht wird, dass man dem Vergnügen hinterherjagt und vor dem Schmerz flieht. Der englische Begriff "happiness" entstammt dem Wort "hap", das mit "durch Zufall" übersetzt werden kann. Ebenso wenig, wie man Selbstvertrauen nachhaltig erzwingen kann, kann man sich nicht einfach vornehmen, glücklich zu sein und zu bleiben."

Ich finde, in diesem Absatz steckt ganz viel und möchte ihn eigentlich auch gar nicht großartig kommentieren, sondern einfach wirken lassen, damit ihr euch eure eigenen Gedanken dazu machen könnt. Aber er spiegelt sehr gut wieder, wie es uns allen im Moment geht... es kann eben nicht immer gut laufen und erzwingen lässt sich das erstrecht nicht. Viel mehr sollte man akzeptieren, dass es okay ist, wenn etwas schief läuft und den Umgang damit lernen als in solchen Situationen zum Essen zu greifen, weil man denkt, man ist gescheitert. Denn das ist man nicht!! Es läuft nur eben grad nicht rund, es wird aber auch wieder bessere Tage geben. Denn: Wir sollten unsere Probleme ernst nehmen, dabei aber nicht vergessen zu leben. Auch in schwierigen Situationen gibt es immer auch Licht am Horizont.

Im letzten Kapitel wird sich mit dem Thema Rückschläge auseinander gesetzt. Dazu ein paar Auszüge:
S: 296: "Es ist eine Tatsache, dass Gefühle und Essen Konstanten Ihres Lebens sind. Sie werden daher immer wieder Versuchungen ausgeliefert sein und Rückschläge erleben. Dies wirft weder ein schlechtes Licht auf Sie noch  ist es an sich etwas Schlechtes."
S. 298: "Sie können sich [für den Rückschlag/das Verhalten] entweder in Grund und Boden schämen, oder Sie können dieselbe mentale Energie aufwenden, um die Gründe für Ihr Verhalten genau zu untersuchen [und Lösungsstrategien festzulegen]."

Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, sich mit seinen Rückschlägen bewusst auseinander zu setzen statt aufzugeben "weil man es schon wieder nicht geschafft hat" oder "einfach ein Versager ist, weil man seine Ziele nicht erreicht". Niemand ist perfekt und Rückschläge gibt es in allen Lebenslagen, nicht nur beim Abnehmen. Nur weil etwas nicht klappt, ist man noch lange kein Versager, sondern man lernt nur für die Zukunft, dass man das Vorhaben anders angehen muss. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man das Thema Abnehmen komplett anders betrachtet als andere Lebensbreiche. Wenn man eine schlechte Note schreibt, schmeißt man doch auch nicht gleich die Schule/die Ausbildung/das Studium, sondern setzt sich (hoffentlich!) intensiver damit auseinander, damit man den Abschluss doch schafft und in Zukunft bessere Noten schreibt. Also warum aufgeben, wenn man einen Rückfall hatte und den ganzen Süßigkeitenvorrat aufgegessen oder 2 Wochen keinen Sport getrieben hat?! Das Ziel ist und bleibt noch immer dasselbe und man hat JEDERZEIT die Möglichkeit nach einem Rückschlag wieder neuzubeginnen und es anders zu machen. Wichtig ist nur, dass man überlegt, wieso der Rückfall überhaupt eingetreten ist... war man gestresst, gelangweilt, frustriert, weil nichts vorran geht... und sich überlegt, wie man es in Zukunft vermeiden will, dass so eine Situation wieder eintritt. Klar lässt sich das nun einfach sagen, die Umsetzung ist mit Sicherheit um einiges schwerer. Aber man wenn man es nicht versucht, kann man es auch nicht herausfinden!! Aufgeben sollte keine Option sein. Tief durchatmen, Kopf hoch, wieder aufstehen und weitermachen! Sich selbst zu verurteilen bringt überhaupt nichts außer negative Gefühle und schlechte Stimmung mit sich. Viel mehr sollte man einen Haken an die Vergangenheit machen und sich überlegen, was man in der Zukunft verändern will, damit man wieder glücklich ist. Und wir alle wissen, dass eine tägliche Tafel Schokolade nicht dazu gehört - also packt sie weg und geht euren ursprünglichen Plan wieder an :)

Abschließend möchte ich noch ein Zitat von der letzten Seite des Buches S.309 anbringen: "Ich wünschte, ich könnte dir, wenn du einsam oder traurig bist, das erstaunliche Licht deines eigenen Wesens zeigen." von Hafis.
Ich glaube manchmal verirren wir uns in einem Tunnelblick, der uns verleitet, nur noch das Negative an uns selbst zu sehen. In solchen Momenten sollte man sich viel eher bewusst machen, wie andere einen sehen. Niemand sieht einem z.B. an, dass man im Gegensatz zu gestern 600 Gramm oder sei es 2kg zugenommen hat - das sehen nur wir selbst und machen uns unnötig verrückt. Das kann man auf ganz viele andere Bereiche ausweiten... Wir sollten alle versuchen, uns liebenswerter zu betrachten und einen liebevollen Umgang mit uns selbst zu lernen. Die Waage macht uns nicht aus. Und ich glaube, wenn man diese Einsicht erst einmal hat, fällt es einem viel leichter, sich selbst zu akzeptieren und den Abnehmweg gelassener mit sich selbst anzugehen und anzunehmen. :)

Das war es erst einmal zum Ratgeber "Wenn Essen nicht satt macht - emotionales Essverhalten erkennen und überwinden". Ich hoffe, euch haben die kleinen Einblicke in den Ratgeber gefallen und ich konnte euch damit auch ein wenig weiterhelfen :)

Nun wünsche ich euch einen wunderschönen Sonntagabend! Ich hoffe, ihr habt die Extra-Stunde heute sinnvoll genutzt. Kommt gut in die nächste Woche :)

Kommentare

  1. Das war ein wirklich schöner, mutmachender und absolut positiver Post! Danke dafür.
    Jetzt muss man ihn nur noch beherzigen ;) Aber daran arbeiten wir ja alle.
    Und da es einfach grade so gut passt, da ich diese positive Einstellung ja auch mit meiner Challenge erreichen möchte:

    Wer also noch an seiner positiven Einstellung und dem festigem von guten Gewohnheiten (und dem weitermachen nach Rückschlägen!) arbeiten möchte, kann das gern mit mir zusammen während der Jahreswechselchallenge tun.

    http://sportmuffelsweg.blogspot.de/search/label/Jahreswechselchallenge

    Ich hoffe du verzeihst mir die Werbung. Aber es bot sich einfach an und du findest das Konzept ja gut ;)

    Ich wünsche dir auch einen schönen Sonntagabend.
    Lexa

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  2. Tolle Rezension, und klasse Gedanken zum Thema! Danke!
    Viele Grüße,
    Mii

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  3. Huhu,

    bereits dein erster Post über das Buch hatte mir so gut gefallen, dass ich es schon die ganze Zeit auf meiner Amazon Wunschliste hatte. Da ich meiner Schwester jetzt etwas zu ihrem Geburtstag bestellte habe, habe ich die Gelegenheit genutzt und das Buch ebenfalls in den Warenkorb gelegt. Ich habe es schon zu Hause liegen und es wartet noch darauf, durchgearbeitet zu werden. Das vielversprechende Vorwort habe ich schon durch. Ich freu mich schon drauf. Aber vorher muss mein Roman (Ein ganzes halbes Jahr), den ich gerade nicht aus den Fingern legen kann, durchgelesen werden :D

    Allerliebste Grüße
    Karin

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