SkinnyBitch - Buchrezension

Skinny Bitch - Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen
von Rory Freedman und Kim Barnouin


So kriegen Sie Ihr Fett weg!
Rory Freedman und Kim Barnouin nehmen kein Blatt vor den Mund und servieren schonungslose Wahrheit übers Schlankwerden, denn: sich täglich mit schlechtem Essen vollzustopfen, macht nicht schlank und schön. Im Gegenteil! >>Skinny Bitch<< versorgt Sie mit dem nötigen Knowhow, um intelligente und gut informierte Entscheidungen über Ihre eigene Ernährung zu treffen - denn wer sich gesund ernährt, wird automatisch schlank. Höchste Zeit also, selbst das Kommando zu übernehmen, um sich gesund, fit und aktiv zu fühlen.

(Text: Rückseite vom Buch)





Das Buch ist knackig und frisch geschrieben. An einigen Stellen musste ich wirklich lachen (zB. "Natürlich fällt die Kontaktaufnahme mit anderen leichter, wenn man ein paar Drinks intus hat. Aber wie Miss Piggy auszusehen ist immer hinderlich, egal, ob man nüchtern oder betrunken ist", S. 10), dafür habe ich mich an anderen Stellen wirklich geekelt, es lief mir ein richtiger Schauer den Rücken runter, aber definitiv kein positiver (Komplettes Kapitel 6, u.a. mit Kommentaren aus Slaughterhouse von Gail Eisnitz, die Interviews mit Schlachthausarbeitern geführt hat). Natürlich weiß man, wie es teilweise auf Schlachthöfen abgeht, aber dass es so krass ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Gut, dass ich im Moment sowieso kein Fleisch esse. Bei den Passagen bekommt man wirklich ein Übelkeitsgefühl im Bauch und man leidet richtig mit den Tieren mit... der Abschnitt ist nichts für Zartbesaitete.
Mir gefällt die Provokation und die Sprache des Buches, allerdings finde ich es etwas seltsam, dass man gesiezt wird. Das kommt an manchen Stellen nicht gut rüber und man würde sich mit einem "Du" eher angesprochen fühlen.
Man muss sich außerdem bewusst sein, dass das Buch eine reine Propaganda für den Lebensstil eines Vegetariers, noch besser Veganers ist. Und das werde ich nie sein! Trotzdem war es sehr interessant zu lesen.
Viele Textstellen fand ich sogar sehr nützlich für meinen eigenen Alltag und sie haben mich motiviert, weiter dran zu bleiben. Man bekommt auf jeden Fall ein gutes Gefühl durch das Buch vermittelt - sofern man mit dem Schreibstil klarkommt und sich nicht gleich angegriffen fühlt. Positiv finde ich auch die vielen Tipps für Kochbücher, Webseiten, etc.. Ebenfalls gibt es ein sehr langes Literaturverzeichnis, woher die ganzen Informationen stammen, wo auch das ein oder andere interessante Buch dabei ist.
Viele Informationen waren mir schon bekannt, aber ich denke, das bleibt nicht aus, wenn man sich selbst mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Dass man von Junkfood, Limonade, Süßigkeiten und Co nicht schlank wird, weiß jeder mit einigermaßen gesundem Menschenverstand - das muss eigentlich nicht ständig gesagt werden. Trotzdem öffnet das Buch einem die Augen, vor allem Menschen, die sich wirklich nicht mit Ernährung auskennen und das gefällt mir. Oftmals listen die beiden Autorinnen ganze Zutatenlisten von Lebensmitteln auf und schmeißen mit chemischen Begriffen um sich... das fand ich etwas störend und kann für Verwirrung sorgen, wenn einem die Begriffe mal so gar nichts sagen. Verstehe aber, dass sie es auflisten, um zu zeigen, wie viel Müll teilweise in Lebensmitteln steckt, von denen wir denken, sie seien gesund. Einige Ansichten in dem Buch kann ich auch überhaupt nicht teilen, aber ich denke, dass das die Intention des Buches ist: sich kritisch für sich selbst mit dem Thema auseinander zu setzen und selbst zu entscheiden, welche Lebensweise für einen am besten geeignet ist und welche Lebensmittel man für sich selbst vertreten kann.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten. Das Buch ist lesenswert, aber auch kritisch zu betrachten. Man muss nicht zwingend Vegetarier oder Veganer werden/sein, um ein gesundes und schlankes Leben zu führen. Das ist wirklich Quatsch, meiner Meinung nach. Aber ansonsten ist es keine Geldverschwendung, das Buch zu kaufen.

Kommentare

  1. Danke für die Rezension! Meins ist gestern angekommen, hatte aber noch keine Zeit ein Blick reinzuwerfen.

    Ich bin neugierig, werd es sicher bald lesen. Aber eins weiss ich jetzt schon: Ich werde sicher keine Vegetarierin. ;)

    LG,
    Auryn

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  2. Genau die gleiche Meinung wie ich also.
    Kapitel 6 schockt mich zwar fürchterlich, aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich zwingend auf Tierprodukte verzichten könnte.
    Vegan / Vegetarisch ist schon eine bessere Einstellung,
    aber man muss auch aufpassen, dass man nicht zum Süßigkeiten-Veganer/Vegetarier montiert, z.B. morgens aufm Brot.
    Mir ist da auch eine normale bunte Ernährung lieber :)

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  3. Klingt aeußerst interessant :-) Ich sollte dringend mehr Zeit zum Lesen finden *g* Aber es wird zumindest mal auf meiner Merkliste notiert :-)

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