Fastenzeit.

Hallöchen,
da ich in letzter Zeit auf vielen Blogs auf das Thema "Fasten" stoße, möchte ich mich ebenfalls damit auseinander setzen.

Was ist die Fastenzeit?
Die Fastenzeit ist die  Vorbereitungszeit der Kirche auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten. Daher wird die Fastenzeit auch österliche Bußzeit genannt. Je nach religiösem oder spirituellem Glaube, kann man extreme Fastenkuren in diesem Zeitraum ausüben oder sich einfach nur ein 1-2 schlechte Gewohnheiten vornehmen, auf die man währenddessen (und evtl auch danach) verzichtet. Der Körper soll entschlackt und von bösen Geistern befreit werden.

Wann ist die Fastenzeit?
Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschwermittwoch (dieses Jahr: 13.02.2013) und endet mit dem Karsamstag (dieses Jahr: 30.03.2013). Insgesamt umfasst sie 46 Kalendertage, allerdings sind die sechs Sonntage vom Fasten ausgenommen, sodass es an sich "nur" 40 Tage sind. Dies hat den Hintergrund, dass an jedem Sonntag in der Kirche die Auferstehung gefeiert wird und daher an diesem Tag das Fasten aussetzt.

Welche Arten von Fasten gibt es?
  • Buchinger-Heilfasten - Es wird dem Körper  nur mithilfe von Gemüsebrühe und Säften eine geringe Menge Kalorien, Vitamine und Mineralien zugeführt. Das verringert die Belastung für den Stoffwechsel. Hinzu kommen Methoden zur Darmreinigung (zB Einläufe) oder das Einnehmen vin Glaubersalz.
  • Fasten nach F.X. Mayr - Zu der Brühe und den Säften gibt es außerdem zweimal täglich altbackene Brötchen mit etwas Milch.
  • Saftfasten - Es werden nur Obs- und Gemüsesäfte getrunken.
  • Früchtefasten - Es werden nur Früchte, Gemüse, Kräuter und Nüsse konsumiert.
  • Molkefasten - Es wird auf die aufnahme fester Nahrung komplett verzichtet. Man nimmt über den Tag verteilt Molke zu sich, dazu Obstsaft (Vitamine, Mineralien, Kalorien) und viel stilles Wasser.
  • Teefasten - Es wird ebenfalls auf feste Nahrung verzichtet, aber auch auf das Trinken von Säften. Man trinkt ausschließlich Tee und stilles Wasser.
Achtung! Bevor man mit dem Fasten anfängt, sollte man sich aber darüber klar werden, wie die persönliche geistige und körperliche Verfassung ist. Nicht jeder darf und kann fasten! Am besten sollte man diese oben genannten, extremen Fastenkuren vorher mit seinem Arzt des Vertrauens besprechen, da die gesundheitlichen Folgen vom Fasten nicht zu unterschätzen sind. Wenn dem Körper keine/sehr wenig Nahrung zugeführt wird, schaltet er nach 1-2 Tagen auf den sogenannten Hungerstoffwechsel um, bei dem so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Beim Fasten sinkt der Blutdruck; der Kreislauf und das Herz werden entlastet, der Körper wird entwässert und das Atmen wird evtl. etwas leichter. Jedoch kann diese Entlastung für gewisse Personen auch zur Belastung werden, deswegen bitte vorher durchchecken lassen! Nach mehreren Tagen werden Eiweiß- und Fettreserven des Körpers angegriffen, sodass der Fastende pro Tag in Etwa 400 Gramm Gewicht verliert, anfangs allerdings vor allem Eiweiß und damit Muskelsubstanz (sofern beim Fasten kein Eiweiß zugeführt wird!). Bei einer kurzen Fastenzeit kann dieser Muskelverlust aber in kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden. Mehrwöchiges Fasten kann jedoch auch den Herzmuskel angreifen!!

Individuelles Fasten
Die Praxis des Fastens muss man nicht unnötig auf den Radikalverzicht auf Nahrungsmittel eingrenzen. Unter Fasten kann im weiteren Sinne auch die Entscheidung für einen -zunächst für die Zeit des Fasten begrenzten- bewussteren Umgang mit dem eigenen Leben verstanden werden. So wird in vielen Ländern während dieser Zeit nicht extrem gefastet, sondern es wird sich ein Ziel vorgenommen, wie zB für die Zeit keinen Alkohol zu trinken, nicht zu rauchen oder keine Schokolade zu essen. Einige räumen den Fernseher für die Zeit auf den Dachboden, nehmen sich einen Mittagsspaziergang vor, etc. Für viele Menschen ist die Fastenzeit eine neue Erfahrung von Freiheit und bei manchen ist der zeitweise Verzicht auf schlechte Gewohnheiten sogar zur dauerhaften Angewohnheit nach dem Fasten geworden.

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Meine persönliche Fastenzeit
Ich möchte ehrlich gesagt keine extreme Fastenkur machen, da ich das persönlich zu extrem finde und die körperliche Belastung zu hoch ist. Ich habe mich grad erst einigermaßen von einer schlimmen Krankheit erholt und möchte mich nicht in Gefahr begeben, meinen Gesundheitszustand dadurch wieder zu verschlechtern. Außerdem bin ich nicht sehr religiös und ich denke, dass diese Fastenkuren überwiegend von sehr gläubigen Menschen durchgeführt werden. Ich finde das bewundernswert, allerdings finde ich für MICH das individuelle Fasten besser geeinget. Es ist eine gute Gelegenheit und Herausforderung, um seine eigene Willensstärke zu testen und evtl. schlechte Gewohnheiten abzulegen oder zumindest danach einschränken zu können, weil man merkt, dass man auch 46 Tage ohne leben konnte.
Ich möchte mich somit einigen Bloggern (zB. catchy-tune, Finchen ) anschließen und habe mir überlegt, welche Gewohnheiten ich so habe und worauf ich schwer verzichten könnte. Alkohol kann ich nicht nehmen, da ich die letzte Zeit sehr selten Alkohol angefasst habe (das letzte Mal Silvester ein Glas Sekt und n Bierchen) und Rauchen tue ich sowieso nicht. Somit kam ich zu folgendem Entschluss:

schwerer Verzicht: Fleisch
Das wird eine riesige Herausforderung für mich!! Allein wenn ich mir überlege, wie oft und wie viel Fleisch ich eigentlich verdrücke... ich liebe Salat mit Pute oder Hähnchen... Nudeln mit Hacksauce... und wenn ich so drüber nachdenke, esse ich Brot meistens neben Käse und Gurke/Tomate auch ausschließlich mit Fleischaufschnitt (Mortadella, Schinkenwurst, Salami, Leberwurst, die Liste ist lang...). Das wird wirklich nicht leicht. Ich möchte aber weiterhin Fisch essen. Denn ich esse an sich zu wenig Fisch und vllt. gewöhne ich mir dann an, mal mehr davon zu essen, wenns schon kein Fleisch gibt... :)

leichter Verzicht: Süßigkeiten
Durch meine 30 Day Challenge verzichte ich im Moment schon auf Süßigkeiten, das weite ich auf die Fastenzeit aus. Habe mich mittlerweile schon daran gewöhnt, keine Süßigkeiten zu essen. Eine Verlängerung stellt trotzdem eine kleine Herausforderung für mich da, weil ich manchmal schon gern einfach mal n Stück Schoki oder Ben&Jerrys Eis verdrücken würde ;) Aber die paar Tage länger packe ich sicherlich auch noch.

Außerdem werde ich die Sonntage nicht vom fasten aussetzen, sondern die kompletten 46 Tage durchziehen. Komme mir sonst irgendwie so vor, als würde ich schummeln ;D
Was haltet ihr davon? Werdet ihr auch fasten?
Habt ihr ein paar "vegetarische" Ideen für mich? :D

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Bei mir gehts gleich zum Aqua Cycling :)

Kommentare

  1. Huhu,
    du hast aber auch einen sehr schönen Blog. Kann das Kompliment nur zurück geben :)
    Zum Fasten: ich glaub ich wage mich dieses Jahr auch wieder ans Fasten, die ganzen Blogeinträge zu dem Thema haben mich unglaublich inspiriert :)
    Zu den Rezepten: schau mal auf Chefkoch.de, ich esse in meinen Alltag recht wenig Fleisch und koche oft und gerne vegetarisch.
    Super lecker sind Pitataschen gefüllt mit Spinat mit Schafskäse, Brokkoliauflauf, Zucchinilasange und und und.. es gibt da echt wirklich viele leckere Rezepte zu entdecken :)
    Liebe Grüße :)

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    1. Chefkoch ist eine super Idee, da hole ich mir sowieso öfter mal Rezepte und bin begeistert.
      Pitataschen werde ich definitiv ausprobieren, wenn auch ohne Schafskäse... Ist nicht so mein Ding ;) Vielen Dank für die Ideen!

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